Zweite Jugendkonferenz am WHG – Mitdenken. Mitreden. Mitgestalten.

13. November 2025

Am Mittwoch, den 12.11.2025, fand am WHG die zweite Jugendkonferenz statt – erneut ein starkes Zeichen für gelebte Demokratie und echte Beteiligung junger Menschen an politischen Prozessen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Schülersprecher-Team Maxi, Lars, Clara und Eghosa, die bereits im Vorfeld mit viel Engagement die inhaltliche und organisatorische Vorbereitung übernommen hatten.

Ziel der Jugendkonferenz ist es, junge Stimmen hörbar zu machen und Schüler:innen die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen, Wünsche und Forderungen zu formulieren – nicht im luftleeren Raum, sondern in einem landesweiten Prozess, dessen Ergebnisse auf der Landesjugendkonferenz im Juli 2026 mit Vertreterinnen und Vertretern der Landespolitik diskutiert werden.

Der Auftakt erfolgte mit einer Begrüßung und einer Speed-Café-Runde, bei der sich die 50 Teilnehmenden mit Stift und Ideen bewaffnet an insgesamt zehn Thementischen einfanden. In kurzen Durchläufen konnten hier erste Gedanken, Positionen und Fragen auf Papier gebracht werden – schnell, spontan und vielseitig.

Darauf folgte die sogenannte Deep-Café-Runde: Jede und jeder wählte einen Thementisch, an dem dann intensiv diskutiert, argumentiert und überlegt wurde, was sich konkret ändern müsste. Im Zentrum standen nicht Probleme, sondern Lösungen und Forderungen – an die Schule, die Kommune und das Land Baden-Württemberg.

Geleitet wurden die Tische von zehn Gastgeberinnen und Gastgebern, die als Tischgeberinnen und Tischgeber die Diskussion strukturierten und die Ergebnisse sicherten: Maxi, Lars, Clara, Eghosa, Hannah, Sophia, Sarina, Gamze, Mariella und Marleen leiteten souverän durch die Gespräche und halfen dabei, die vielen guten Gedanken in konkrete Forderungen zu übersetzen.

Während sie die Ergebnisse für die Präsentation aufbereiteten, startete eine Blitzrunde: In einem schnellen Meinungsbild konnten die Teilnehmenden zu konkreten politischen Forderungen Stellung beziehen. Besonders deutlich: Etwa drei Viertel der Teilnehmenden befürworten ein AfD-Verbot, die Abschaffung von Hausaufgaben fand bei rund 50 % Zustimmung, eine Wiedereinführung der Wehrpflicht wurde mehrheitlich abgelehnt.

Bei der anschließenden Ergebnispräsentation wurden die wichtigsten Forderungen aus allen Themenfeldern vorgestellt. Die Bandbreite reichte von Mediennutzung und schulischer Mitbestimmung über Klimaschutz, Verkehrsanbindung und Berufsorientierung bis hin zu Forderungen nach einer besseren politischen Bildung und mehr Unterstützung im Bereich mentale Gesundheit. Zum Abschluss der Konferenz bekam jeder Teilnehmende noch die Möglichkeit, die sechs aus ihrer oder seiner Sicht wichtigsten Forderungen zu markieren – ein visuelles Meinungsbild, das zeigt, welche Themen den Jugendlichen besonders unter den Nägeln brennen. Die farbigen Punkte machen deutlich: Fragen rund um Mediennutzung, psychische Gesundheit und politische Bildung stehen für viele ganz oben auf der Agenda. Dieses Feedback ist eine wichtige Grundlage – sowohl für die SMV-Arbeit am WHG als auch für die Delegation auf Landesebene.

Besonders erfreulich: Die Ergebnisse des Thementisches „Mediennutzung am WHG“ werden direkt am SMV-Wochenende, das vom 13.11. bis 15.11. stattfindet, aufgegriffen und weiterverarbeitet – mit dem Ziel, konkrete Maßnahmen zeitnah umzusetzen.

In der Feedbackrunde wurde besonders die wertschätzende Moderation durch die Tischgeberinnen und Tischgeber hervorgehoben – sie hatten maßgeblichen Anteil daran, dass der Tag nicht nur produktiv, sondern auch motivierend verlief.
Auch der Wunsch wurde formuliert, dass die Ergebnisse nicht nur gehört, sondern auch umgesetzt werden – eine Forderung, die absolut berechtigt ist.

Mit der zweiten Jugendkonferenz am WHG ist erneut deutlich geworden: Jugendliche haben viel zu sagen – man muss ihnen nur den Raum dafür geben.

Alle Ergebnisse wurden dokumentiert und fließen in den weiteren Beteiligungsprozess ein. Sie bilden auch die Grundlage für die Arbeit der WHG-Delegation, die unsere Schule im Juli 2026 bei der Landesjugendkonferenz vertreten wird.

Ein großes Dankeschön geht an das Organisationsteam, die Tischgeberinnen und Tischgeber und an Frau Bonnet, Frau Zart und Herrn Kraft für die Betreuung und Koordination im Hintergrund. Demokratie beginnt im Kleinen – und lebt vom Mitmachen. 

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